Ausflug nach Linz 2017
Auftritt am Wilnsdorfer Backesfest

 

 

 

 


 

Struthüttener Bergknappensänger zu Besuch im Seniorenheim Salchendorf

Ein freudiges Wiedersehen mit den Bergknappen-sängern vom Heimatverein Struthütten gab es jetzt im Seniorenheim der DRK-Stiftung in Salchendorf.

Die Sänger lösten damit ein Versprechen ein, welches man nach dem Besuch im Sommer gegeben hatte.

Die Knappen in ihren schwarzen Trachten erinnern seit über 30 Jahren an eine Zeit, in der der Bergmannsberuf in unserer Region einen sehr hohen Stellenwert hatte und "Lohn und Brot" für die Familien bedeutete.

Mit dem Singen von Bergmanns-, Heimat- und Weihnachtsliedern wollte man den Bewohnern eine kleine Freude in der Vorweihnachtszeit bereiten und ist sehr gerne der Einladung aus Salchendorf gefolgt.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer wünschten sich einmal mehr ein baldiges Wiedersehen mit den Sängern, bevor die Bergknappen nach einem

kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Nachmittag wieder den Heimweg antreten mussten.

 

 

 

 

 

 

 

Auftritt beim Sommerfest der Ü60 Abteilung

Bergknappensänger zu Besuch im Seniorenheim Salchendorf
Für eine gelungene Überraschung sorgte jetzt der Besuch der Bergknappen-Sänger vom Heimatverein Struthütten
im Senioren- und Pflegeheim der DRK-Stiftung in Salchendorf, in dem über 130 hilfsbedürftige Menschen ihren Lebensabend verbringen.
Die Bewohner erleben ein kulturelles Miteinander, das wesentlichen Anteil an der wohnlichen Atmosphäre in der Einrichtung hat.
So ließen es sich auch die Struthüttener Sänger nicht nehmen, die Senioren mit ihren Bergmanns- und Heimatliedern erfreuen zu dürfen.
Die Knappen in ihrer schwarzen Bergmannstracht sind seit über 30 Jahren fester Bestandteil des Dorfgeschehens und
möchten mit ihren Auftritten an die bergbauliche Vergangenheit in unserer Heimat erinnern, die auch viele der
Anwesenden noch erlebt haben.


 

 

 

Bericht von Andreas Paul
Text E.O. Meyer, Andreas Paul
E.O. Meyer, der gute Geist des Chores
Ernst Otto Meyer wurde 75: Der Heimatverein und "seine" Sänger vom Knappenchor gratulierten ganz herzlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festumzug Bollnbacher Jubiläum


Knappenchor des Heimatvereins Struthütten 

Unser Knappenchor tritt traditionell in der Kleidung der Bergmannsknappen auf. Neue Sänger sind immer herzlich willkommen. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte bei Ernst Otto Meyer, Tel. 02735 2915.

 

30 Jahre Knappenchor Struthütten

Der Kappenchor des Heimatvereins Struthütten konnte sein 30-jähriges Bestehen feiern. Der Chor entstand 1982 aus dem sogenannten„Güggelsverein“ und wurde von dem unvergessenen Heimatfreund Heinz Schwehn ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder im Haus der Heimatfreunde waren damals Paul Decker, Gerhard Lichtenthäler, Heinz Schwehn und Ludolf Ströhmann. Musikalischer Chorleiter war Theo Schmidt. Noch im gleichen Jahr traten die Knappen mit den Sängern Rudi Kohles, Friedhelm Möhler,Friedhelm Uebach, Paul Decker, Gerhard Lichtenthäler, Heinz Schwehn und Ludolf Ströhmann bei den Heimattagen in Struthütten mit Chorleiter Theo Schmidt erstmals öffentlich auf. Der heutige organisatorische Leiter des Chores Ernst Otto Meyer stieß einige Zeit später zu den Knappen. Aus der Anfangszeit sind heute noch Gerhard Lichtenthäler und Rudi Kohles aktiv, die anlässlich einer kleinen Feier für ihre 30-jährige Treue geehrt wurden. Musikalisch wird der Knappenchor heute von Berthold Bienemann geleitet. Martin Sander, Vorsitzender des Heimatvereins Struthütten dankte den Knappen für viele erfolgreiche Auftritte. Der Chor habe den Verein hervorragend repräsentiert und sich um den Heimatverein Struthütten verdient gemacht. Für die Zukunft brauche man allerdings dringend neue Sänger. Wer sich dem schönen Hobby des Gesangs widmen möchte, sollte sich telefonisch bei Ernst Otto Meyer melden (Tel. 02735 2915). Die Kontaktaufnahme über info@heimatverein-struthuetten.de ist natürlich auch jederzeit möglich.

 


 

 

Auftritt Knappenchor Dorffest 2011

 

 

 

Am Anfang war der Güggel

 

Im Jahre 1981 fand der Güggel, welcher viele Jahrzehnte den Turm der alten Schule in Struthütten zierte, eine neue Heimat. Von Peter Becker, im letzten Augenblick beim Abbruch aus denTrümmern der Schule gerettet, hat er noch heute seinen Platz beim Wohnhaus von Heinz Schwehn. Horst Engelhardt montierte den Güggel auf einem 2,50m langen Rohr, welches dann sach- und fachgerecht im Boden eingelassen wurde.

Und im Anschluss feierte man in der Garage von Heinz Schwehn das "Güggelfest".

 

 

 

 

Die Heimatfreunde Friedhelm Möhler, Günther Stein, Heinz Schwehn und Ernst-Otto Meyer hatten damals schon des Öfteren die Nachbarn mit Bergmannsliedern in den Schlaf gesungen, und man gab sich von diesem Tage an den Namen "Güggelsverein".

Aus diesem Verein heraus gründete Heinz Schwehn, der stets dem Bergbau sehr eng verbunden war, im Jahre 1982 den Knappenchor.

 

Die erste Probe fand im Haus der Heimatfreunde in Struthütten statt.

Anwesend waren damals Paul Decker, Gerhard Lichtenthäler, Heinz  Schwehn und Ludolf Ströhmann.

Chorleiter war Theo Schmidt.

 

Noch im gleichen Jahr traten die Knappen mit den Sängern Rudi Kohles, Friedhelm Möhler, Friedhelm Uebach, Paul Decker, Gerhard Lichtenthäler, Heinz Schwehn und Ludolf Ströhmann bei den Heimattagen in Struthütten mit Chorleiter Theo Schmidt erstmals öffentlich auf. Anschließend fand ein "Dankeschönessen" mit den Frauen der Knappen in der Turnhalle statt. Der aus dem "Güggelsverein" entstammende Ernst-Otto Meyer schloss sich später ebenfalls dem Knappenchor an und hatte seinen ersten

öffentlichen Bühnenauftritt anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Heimatvereins Neunkirchen.

Erster Chorleiter war Theo Schmidt. Später folgten Rainer Geis, Gerd Beel, Stefan Jud, Berthold Bienemann, Hermann Irle.

 

Von 2012 bis Ende 2014 leitete Berthold Bienemann wieder unseren Chor.

 

 

Die Knappen beim 90-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Neunkirchen
Die Ströhrer Knappen begeistern in Wiederstein

 

 

Veranstaltungen, Bergmannsfeste und Bergparaden

In den folgenden Jahren hat der Chor an unzähligen Veranstaltungen teilgenommen und auch mitgestaltet.

Unvergessen bleibt wohl für immer die Reisen nach Seiffen im Erzgebirge, wo die Knappen bergmännische Härte zeigten und in eisiger Kälte bei starkem Schneefall mit der Bergknappschaft Seiffen an deren traditioneller Bergparade teilnahmen.

Auf dem Rathausplatz durfte man damals die Eröffnung des

Weihnachtsmarktes mitgestalten.

 

 

Besuch der Grube Fortuna im Jahre 2004 Foto: E. Meyer
Das Bild zeigt die Knappen beim Festzug in Niederhövels

 

Die Knappen beim Jubiläum in Sassenroth am 26.08.2011 (750 Jahre Sassenroth und 25 Jahre Bergbaumuseum) Foto: A. Paul

 

Bergmannsfest in Sassenroth 1996 Foto: C. Lichtenthäler

Das 25-jährige Jubiläum

Der Knappenchor präsentiert sich unter der Leitung von Berthold Bienemann zum Jubiläum den Besuchern

 

Am Samstag, dem 2.Juni 2007 konnte das 25-jährige Jubiläum in der Freizeitanlage Kunstertal, gleichzeitig mit dem Backesfest des Heimatvereins gefeiert werden und der Backes rauchte schon früh am Tage. Es erschienen zahlreiche Besucher und stärkten sich an Erbsensuppe und Würstchen. Die Backesbrote fanden reißenden Absatz und gegen Mittag schob man die Kuchenbleche in den Ofen.

 

Die Zukunft

Wir laden Sie recht herzlich ein, ob jung oder alt, ob Bergmann oder

nicht, an unserem Vereinslebenten teilzunehmen. Erleben Sie unsere Auftritte, gestalten Sie diese als aktiver Sänger gemeinsam mit oder genießen Sie einfach nur die Geselligkeit, basierend auf den Wurzeln bergmännischer Tradition.

 

Die Geschichte unserer Bergmannstracht

 

 

Die eigentliche Bergmannsuniform wurde schon im 17. Jahrhundert in deutschen Bergbaugebieten eingeführt und hat sich aus den Erfordernissen der bergmännischen Arbeit entwickelt.

Alle Uniformteile symbolisieren bestimmte Arbeitstätigkeiten oder Arbeitsabläufe im Bergwerk und sind der historischen Arbeitswelt des Bergmanns entliehen.

Sie sind keine Produkte der Phantasie, damit diese Bergmannskleidung "schick" aussieht. Aber auch die Bergmannsuniformen durchzogen einen

zeitlichen Wandel. Auf bildlichen Darstellungen aus den Jahren I29I und 1350 werden Bergleute in solchen Kleidungsstücken abgebildet.

Schriftliche Hinweise findet man auch in Dokumenten des ausgehenden 15.und des beginnenden  16. Jahrhunderts.

In Preußen setzte sich nach 1800 die damals übliche schwarze Uniform durch, die später die Grundlage aller bekannten Bergmannsuniformen lieferte. Zu einer typischen Bergmannsuniform gehören:

- ein Schachthut, in Abwandlung eines kleinen Hutes ohne Schirm (ehemals als Kopfschutz bei Abbauarbeiten benutzt);

- ein Federbusch, früher: Federwisch, der für die Reinigung von Sprenglöchern genutzt wurde, und von Bergleuten hinter einem Band am Hut getragen.wurde;

- schwarze Fransen an Ärmeln, diese symbolisieren eine Reihe von Zündschnüren, die für Sprengungen gebraucht wurden, und die man angebunden an Ärmeln getragen hat;

-Schulterkragen, ein "Reststtick" eines schützenden Mantels, der als Schulter- und Wasserschutzd iente;

- Bergleder (im Volksmund 'Arschleder" genannt), für die Errichtung von Sitzarbeiten oder auch für das "schnelle Bewegen" zwischen den unterschiedlich tief gelegenen Abbaustellen;

- Goldene Knöpfe mit Eisen (Hammer) und Schlägel in der Anzahl von nicht weniger als 29, die die Lebensjahre der Hl. Barbara und das Gold der Knöpfe das Licht der Sonne symbolisieren sollen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sprach man plötzlich von

"Bergmannstracht", um das Wort "Uniform" zu vermeiden.

Die Bezeichnung "Berufliche Tracht" hat sich unter den Kumpeln nicht durchgesetzt, zumal man anhand der "alten Bergmannskleidung" den Rang und die berufliche Stellung des jeweiligen Träigers unschwer erkennen konnte.

Es war der Stolz jedes Bergmannes (Schlepper, Hauer, Steiger,u sw.) einer bestimmten Gruppe innerhalb der Bergknappen zugehöig zu sein und diese Zugehörigkeit durch seine Galauniform zu manifestieren.

Die typischen Bergmannsfarben sind Schwarz und Grün.

Die erste Farbe symbolisiert die Dunkelheit Untertage, die zweite ist einSymbol der bergmännischen Sehnsüchte nach dem Grün der Wälder und Felder während der schweren Arbeit im Stollen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Bergmann, eine nur seinem Stand eigene, den jeweiligen Stilepochen angepasste, jedoch schon seit zwei Jahrhunderten fast gleich gebliebene Berufsuniform geschaffen.

Sie ist damit Bestandteil eines jahrhundertealten Brauchtums.

 

 

 

 

 

Entstehung der Bezeichnung "Knappe"

In einem Dorf im Erzgebirge lebte ein armer Bergmann mit seiner

kranken Frau und sieben Kindern. Er war ein rechtschaffener Mann und hieß Daniel Knappe. Unverschuldet war er in große Not geraten und wusste keinen Ausweg. Da erschien ihm im Traume ein Engel und sprach zu ihm: "Geh morgen hinaus in den Wald. Dort wirst du eine Tanne finden, die alle anderen Bäume an Höhe überragt. Sie hat in den Zweigen ein Nest mit goldenen Eiern. Suche den Baum, die Eier sind dein!"

Am nächsten Morgen brach der Bergmann auf, um im Wald den Baum zu suchen. Und bald hatte er die Tanne entdeckt, von der er sich die goldenen Eier versprach.

Er stieg hinauf bis in die höchsten Zweige, doch fand er weder Nest noch goldene Eier und kehrte in seine alte Traurigkeit zurück.

Unmutig stieg er hinab, um sich am Fuße des Baumes auszuruhen. Er dachte über sein Schicksal nach und auch darüber, ob er den Traum nicht falsch gedeudet haben könnte. Dabei fiel ihm ein, dass unter den Zweigen des Baumes wohl auch die Wurzeln des Baumes gemeint sein könnten.

So eilte er heim, holte sein Werkzeug und begann zu graben.

Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als ihm schon nach kurzer Zeit in nicht allzu großer Tiefe mächtige Silberzüge entgegen blinkten.

Alsbald war die Kunde vom Fund im ganzen Land verbreitet und zum Andenken an Daniel Knappe werden die Bergleute noch heute allgemein als "Knappen" bezeichnet.

 

 

 

 "Am Anfang war der Güggel" ff. Text: Erst Otto Meyer

 

 Der Bergmann

 

Der Bergmann im schwarzen Gewande so schlicht,

geht still durch das Leben, man acht' seiner nicht.

Tief drunt' in der Grube, da kämpft er mit Not,

verdient sich wohl oft kaum sein tägliches Brot.

Doch blickt er zufrieden zum Himmel hinauf

und ruft aus der Grube sein fröhlich "Glück Auf'.

Drum haltet in Ehren der Bergleute Stand,

ihr Name wird stets nur mit Achtung genannt!

Und drückt uns der Tod die Augen auch zu,

vertauscht wird die Grub' mit der ewigen Ruh.

Nimmt uns die Grube im Friedhof dann auf,

der Herrgott ruft, Bergmann komm aufwärts,

Glück auf!

 

 

 

Jüngstes Mitglied im Verein und Nachwuchs für den Knappenchor:

Leon-Otto Gerhard, Urenkel von Ernst Otto Meyer (Foto Andreas Paul)

 

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