Im Kunstertal bei Struthütten (Neunkirchen) fällt eine deutliche rostrote Färbung von Wasser und Sediment auf. Trotz des ungewöhnlichen Erscheinungsbildes handelt es sich nicht um Verschmutzung, sondern um eine Folge der Bergbaugeschichte.
Ursache und Hintergrund
Die Färbung entsteht durch sogenannte Verockerung. In der ehemaligen Grube Kunst wurden Eisenerz und Kupferkies abgebaut. Dabei gelangten eisenhaltige Mineralien an die Oberfläche und in Kontakt mit Wasser und Sauerstoff.
Chemischer Prozess
Beim Austritt des Grubenwassers reagiert gelöstes Eisen mit Sauerstoff (Oxidation).
Dabei entsteht Eisenhydroxid („Rost“), das sich als roter Schlamm absetzt und das Wasser färbt.
Eisenbakterien verstärken diesen Prozess zusätzlich.
Fazit
Die Rotfärbung ist ein sichtbares Ergebnis früherer Bergbautätigkeit. Sie zeigt, wie stark menschliche Eingriffe die natürlichen Gegebenheiten einer Region langfristig beeinflussen können.
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Bildquelle: Familie Lothar Reuter
